Der Detektiv - Rechte, Ausbildung, Film & Literatur
 
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Literatur

Mit seinen Geschichten führte Sir Arthur Conan Doyle einige bedeutende Elemente in die Kriminalliteratur ein. Häufig wird er unter anderem als Erfinder des klassischen Detektivduos bezeichnet. In wiefern er sich von Edgar Allan Poes Detektivgeschichten beeinflussen ließ, ist ungeklärt, allerdings finden sich auffallende Parallelen zu dessen Figuren C. Auguste Dupin.

Poes Geschichten kommen auch in der Handlung vor, etwa in The Adventure of the Cardboard Box, wo Holmes Dr. Watsons Gedanken nachvollzieht, um diesem zu beweisen, dass ein logisch denkender Beobachter dazu fähig ist – was Watson bei der Lektüre von „one of Poe’s sketches“ zuvor bezweifelt hatte.

Als weiterer Vorläufer ist Emile Gaboriaus Detektiv Monsieur Lecoq zu nennen, den Holmes ausdrücklich in Eine Studie in Scharlachrot erwähnt, dort allerdings als „erbärmlichen Stümper“ abwertet...

Bis heute werden viele Geschichten um den Detektiv erfunden, auch Parodien. Als besonders gelungen gelten beispielsweise die Bände von Laurie R. King, in denen der gealterte Sherlock Holmes mit seiner jüngeren Kollegin Mary Russel weitere Fälle auflöst.

Auch Jörg Kastner, Nicholas Meyer, und andere verfassten gelungene Fortsetzungen oder berichten "verschwundene" [ von Watson ursprünglich nicht veröffentlichte] Fälle.

Von Holmes inspiriert ist eindeutig die Comic-Figur des Nick Knatterton. Deren Schöpfer Manfred Schmidt wollte nach eigentlich die amerikanischen Superman-Geschichten parodieren, Aussehen und Vorgehensweise seines Detektivhelden erinnern aber unverkennbar an Holmes.

Kurzgeschichten und Romane

Sir Arthur Conan Doyle schrieb erstmal nur zwei Romane über Sherlock Holmes: A Study in Scarlet [ Eine Studie in Scharlachrot] und The Sign of the Four [ Das Zeichen der Vier], die 1887 bzw. 1890 erschienen. Danach folgten 12 Kurzgeschichten, die 1892 in dem Band The Adventures of Sherlock Holmes (Die Abenteuer des Sherlock Holmes) zusammengefasst wurden. The Memoirs of Sherlock Holmes (Die Memoiren des Sherlock Holmes) erschien ebenfalls mit 12 Kurzgeschichten 1893 und endeten mit dem vorläufigen Tod Holmes in Das letzte Problem.

1902 erschien noch ein Roman über Sherlock Holmes, The Hound of the Baskervilles (Der Hund der Baskervilles). 1904 stand Sherlock Holmes in Das leere Haus wieder auf, diese Kurzgeschichte wurde mit 12 weiteren Geschichten in dem Band The Return of Sherlock Holmes (Die Rückkehr des Sherlock Holmes) veröffentlicht.

1915 erschien der letzte Sherlock-Holmes-Roman The Valley of Fear (Das Tal der Angst).

His Last Bow (Seine Abschiedsvorstellung) enthielt 1917 nur 8 Kurzgeschichten, 1927 kam mit The Case-Book of Sherlock Holmes (Sherlock Holmes' Buch der Fälle) wieder ein Band mit 12 Erzählungen.

Zwei weitere Taschenbücher mit Texten, deren Herkunft strittig ist, wurden 1989 veröffentlicht: Die Wahrheit über Sherlock Holmes und Das Vermächtnis des Sherlock Holmes.

Verfilmungen

Aus Verfilmungen der Romane und Kurzgeschichten stechen vor allem die zahlreichen Verfilmungen des Romans „Der Hund der Baskervilles“ heraus. Im vielleicht bekanntesten Kinofilm zum Roman aus dem Jahr 1939 gab Basil Rathbone der Figur des Sherlock Holmes sein Gesicht. Der enorme Erfolg des Films führte dazu, dass Rathbone an zahlreichen weitere Holmes-Projekten teilnahm und als der wohl populärste Holmes-Darsteller gelten darf. 1959 spielte Peter Cushing den Holmes, an seiner Seite der junge Christopher Lee in der Rolle des Sir Henry Baskerville. Eine nennenswerte Verfilmung aus jüngerer Vergangenheit ist die TV-Produktion mit Richard Roxburgh aus dem Jahre 2002.

Aber auch die jüngste Verfilmung von „Sherlock Holmes – Der Seidenstrumpfmörder“ aus dem Jahre 2004 mit Rupert Everett in der Rolle des Sherlock Holmes ist sehr gut gelungen.

Die wohl nennenswerteste nicht-englische Verfilmung ist die erfolgreiche russische TV-Produktion „Priklyucheniya Sherloka Kholmsa i doktora Vatsona: Sobaka Baskerviley“ aus dem Jahr 1981.

Andere Beispiele für bekannte fiktive Detektive sind Philip Marlowe, Hercule Poirot, Miss Marple und z.B. Magnum .
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